
Eye Movement Desensitization and Reprocessing, kurz EMDR, ist eine von Dr. Francine Shapiro in den USA entwickelte Behandlungsmethode zur Veränderung und Auflösung von einschränkenden und traumatischen Erinnerungen.
Dr. Shapiro entdeckte, dass durch ständige Augenbewegungen stark belastende Gedanken verschwinden können. Aus diesen zufälligen Augenbewegungen entwickelte sie das Konzept einer Serie von gezielten Augenbewegungen, die bilaterale Stimulation.
Das Setting sah vor, dass der Klient mit seinen Augen den Handbewegungen des Therapeuten folgt, während er gleichzeitig seine Wahrnehmung auf einen speziellen inneren Fokus richtet. Da das Verfahren sich am Anfang ausschließlich der Augenbewegungen bediente, erhielt es den Namen EMDR. Heute gibt es neben den klassischen Augenmustern auch auditive und kinästhetische Stimulationsformen.EMDR findet mittlerweise nicht nur Anwendung bei Angststörungen, Phobien, Süchten, psychosomatischen Störungen und Schmerzzuständen. Es eignet sich auch für Beratungs- und Coachingsituationen und lässt sich sehr gut mit NLP-Formaten kombinieren.
Wie wirkt EMDR?
Wie EMDR genau funktioniert, ist noch weitgehend unbekannt. Dass es bei der Traumabehandlung wirkt und zwar schneller und besser als andere bekannte Therapiekonzepte, wurde in vielen Langzeitstudien nachgewiesen. Nach einem Trauma kann es zum so genannten „Sprachlosen Entsetzen“ kommen. Die rechte Gehirnhälfte projiziert Bilder, die der Patient vor Augen hat, aber nicht versprachlichen kann, weil das Sprachzentrum unterdrückt ist. EMDR unterstützt die Verarbeitungsfähigkeit des Gehirns. Die bilaterale Stimulation mittels bestimmter Augenbewegungen oder akustischer und taktiler Reize hilft, die beiden Gehirnhälften wieder zu synchronisieren.
Workshop "Einführung in EMDR" 16. - 18.07.2010 Fr., 17. - 21.00 Uhr Sa., 09. - 18.00 Uhr So., 09. - 14.00 Uhr Voraussetzung für die Teilnahme mindest. NLP-Practitioner oder vergleichbare Vorkenntnisse in anderen therapeutischen Methoden.
Trainerin Claudia Waschner
Ort Nürnberg, Veillodterstr. 1
Gebühr 270 Euro
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