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Ein Bauer zog mit seinem Sohn und seinem alten Pferd in der Hitze des Mittags in die Stadt. Der Vater saß auf dem Pferd, das der Junge führte.                                               "Der arme Junge", sagte da ein Vorübergehender. "Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Pferdes Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Pferd herum- sitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind müde läuft." Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen. Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: "So eine Unver- schämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Pferd, während sein armer alter Vater nebenher läuft." Dies schmerzte den Jungen, er bat den Vater, sich hinter ihn auf das Pferd zu setzen. "Hat man so etwas schon gesehen?" hörten sie eine Frau rufen, "solch eine Tierquälerei! Der armen alten Schindmähre hängt der Rücken durch und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihr aus, als wäre sie ein Sofa, die arme Kreatur!" Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen, ohne ein Wort zu sagen, vom Pferd herunter. Kaum waren Sie wenige Schritte neben dem Tier hergegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: "So dumm möchte ich auch einmal sein. Wozu führt ihr denn das Pferd spazieren, wenn es nichts leistet, Euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von Euch beiden trägt?"                                                                                         Der Mann schob dem Pferd eine Hand voll Hafer ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter seines Sohnes: "Gleichgültig was wir machen"; sagte er, "es findet sich doch jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich Glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten."
Herkunft unbekannt

 
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